Dienstag, 28. Juli 2015

Der Hexenteich - von Syd Moore

Klapptext:
Das Böse ist nicht tot
Nach dem Unfalltod ihres Mannes ist die junge Lehrerin Sarah Grey mit ihrem kleinen Sohn Alfi nach Leigh-on-Sea an der Themsenmündung gezogen, um ein neues Leben anzufangen. Doch etwas scheint in den Ritzen ihres neuen Hauses zu lauern. Es drängt sich mit grauenhaften Erscheinen und Visionen immer mehr in ihren Alltag, ihre Freundschaften und ihre Beziehungen. Und irgendwann lässt es selbst ihren Sohn nicht mehr in Ruhe schlafen. Bis Sarah von dem furchtbaren Schicksal einer angeblichen Hexe erfährt, die im 19. Jahrhundert in Leigh gelebt hat. Von einem Tag auf den anderen muss die begreifen, dass es in dieser Geschichte keine Zufälle gibt. Denn die Hexe trug ihren Namen: Sarah Grey....

"Eine umwerfende Neuerfindung des Horror-Romans."
(The Guardians)

Ok, die Meinung von "The Guardians" kann ich nun nicht bestätigen, denn unter Horror würde ich dieses Buch nicht einstufen, eher zu Mystery.
Allerdings fand ich es durchweg fesselnd und der Klapptext gibt eine gute Zusammenfassung, ohne wirklich zu spoilern.

Was als eine Gruselgeschichte am Lagerfeuer anfängt, wächst sich zu einer spannende Geschichte von Geistern aus der Vergangenheit, die keine Ruhe finden, aus.
Eine Geschichte, in der die Gegenwart mit hinein gezogen wird. 

Sarah Grey will einfach nur mit ihrem Sohn zur Ruhe kommen, nach dem sie ihren Mann und Vater ihres Sohnes durch einen Unfall verloren hat, und bezieht mit dem Kleinen am Rande von London in einer kleine ländliche Ortschaft ein Haus. Schon bald bemerkt sie wie ihr Sohn Alfi mit jemanden beim Spielen spricht, der aber gar nicht zu sehen ist.
Ein imaginärer Freund?
Nein, er "zeigt" Sarah ein brennendes Mädchen, mit dem er sich unterhält....
Erst einmal als kindliche Spinnerei abgetan verfolgen sie aber bald darauf Albträume, in dem sie auch das brennende Mädchen sieht und irgendwann sieht sie auch am Tag Schatten menschlicher Gestalt. Als dann die Geschichten über die Hexen in der Gegend aus dem 19. Jahrhundert die Kreise ziehen und das es dabei auch eine hexe mit dem Selben Namen - Sarah Grey -  gegeben hat, will die heutige Sarah der Geschichte auf den Grund gehen und wird immer weiter in das Schicksal ihrer Namensvetterin hineingezogen. Und die Kreise der Personen von damals und heute werden immer größer.
Was ist mit der damaligen Hexe passiert und wer alles ist noch in dem Ort mit der Geschichte verstrickt?
All diese Fragen will Sarah auf den Grund gehen und bekommt auch noch Hilfe von einem Mann dabei - aber kann sie ihm vertrauen?

Diese Geschichte hat mich nicht mehr los gelassen. Die Spannung hält sich das ganze Buch durch, dabei ist es in einer doch recht leisen Art geschrieben und kommt ganz ohne "Knalleffeke" aus. 
Ich vergleiche das immer gerne an Hand von Filmen. Es gibt Filme, die müssen eine Menge teure Technik aufbieten, um Spannung und Gruseleffekte rüber zu bringen - und dann gibt es da Filme die ganz ohne dem auskommen. bei denen reicht schon der Blich des Protagonisten aus dem Fenster und ein plötzlich unangemeldetes Spiegelbild in der Scheibe.
Kennt ihr die Filme wo man genau weiß das etwas passiert und man sich dann trotzdem erschreckt wenn es passiert? Das klappt ohne aufwendige Knalleffekte und genau so hab ich das Buch erlebt.

Sarah erzählt die Geschichte selber, also ist ihr das Ganze schon passiert und schreibt sie nieder. Und gerade da sind solche Äußerungen bei, wo ich die Vermutung hatte, das sie da nicht ganz schadlos bei rausgekommen ist.

ZitatSeite 12:
[...] Ich muss das bisschen geistige Gesundheit, die mir noch bleibt, gut beschützen. [ ... ] Also werde ich es Stück für Stück abarbeiten. Es aufschreiben, bevor es verschwindet.
Aber ich schweife ab.
Also los, Sarah, reiß dich zusammen. fang vorne an. Ganz vorne.

Da ging es schon los, weil man da ja schon so einiges rein interpretieren kann und Vermutungen bei mir aufkamen. Und immer wieder lässt sie in ihrer Erzählung solche Sätze fallen, die die Spannung aufrechterhalten und man (ich) einfach wissen will wie es weiter geht, was als nächstes kommt.
Außerdem habe ich den Anhang hinten im Buch natürlich wieder zu erst gelesen und da wurde erklärt, dass die Sarah Grey zwar eine reine Erfindung sei, aber diesen Ort und die Legende der Hexe sehr wohl existiere. Mit dem Wissen fand ich die Geschichte noch interessanter.
Aber auch das Umfeld von Sarah spielt hier mit. So lernt man auch ihre Freundinnen von früher kennen und das wiederum macht die Geschichte rund, denn so bleibt Sarah keine "leere" Person, die einfach nur eine Hexengeschichte auf den Grund gehen will. Nach und nach kristallisieren sich auch die anderen Charaktere heraus und gerade weil diese Personen zu Sarahs leben gehören, bekommt man ein Gesamtbild von ihrer Person.

Ich liebe einfach solche Bücher. Da bin ich mitten drin, will immer wissen wie es weiter geht, stelle selber Vermutungen an und immer wenn ich dachte das ich einen Zusammenhang gefunden habe, dann kam es doch wieder anders als ich dachte und erst am Ende zum "Showdown" dröselt sich das Ganze dann endlich auf.
Ob dann doch einige meiner Vermutungen richtig waren?
Ja und Nein - aber lest es doch und schaut selber ob Eure Vermutungen am Ende richtig sind. :)

Mein Fazit:
Kein Buch mit lautem Horror, aber viel Spannung und Gänsehaut auf leiser Art, die mich mehr fesseln kann als "Knalleffekte". Basierend auf einer tatsächlichen Legende aus dem 19. Jahrhundert.
Die Legende der Hexe von Leight - Sarah Moore.
Wer solche Geschichten mag, dem kann ich das Buch nur empfehlen!

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Meine Ausgabe 
Der Hexenteich 
Ausgabe – Taschebuch 
Seiten - 349 (die Geschichte) 
ISBN - 978-3-86365-160-2 
Verlag - Weltbild





Kommentare:

  1. Huhu! Das klingt nach einem Buch für mich. Danke für die Rezi, es steht auch schon auf meiner Wunschliste. :-)

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    1. Hi!
      Aber gerne doch - freut mich wenn ich meine Begeisterung rüber bringen kann :)
      Hoffe dir gefällt es genau so gut.

      Liebe Grüße!

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**Alle Rechtschreibfehler sind volle Absicht! Zusammen ergeben sie eine geheime Nachricht mit der ich versuche, die Weltherrschaft an mich zu reißen…** ;-) Wen das nicht stört und mutig genug ist, der darf mir gerne einen Kommi dalassen. Ich freu mich! :o)