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Liebe Autoren und Verlage,
zurzeit bin ich mit Rezensions-Bücher ausgebucht und bitte um eine Pause.
Sprich, ich nehme erst mal keine neuen Anfragen an.
Wenn ich wieder Platz habe, werde ich diesen Text löschen.
Vielen Dank für Euer Verständnis und natürlich auch das ich Eure Bücherlesen darf
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Montag, 5. Januar 2015

In den Augen der Anderen - Jodi Picoult

Klapptext:




 
"Dein Sohn ist des Mordes angeklagt. Deine Angst ist, er könnte es wirklich getan haben ..."

Jacob hasst es, wenn sein gewohnter Tagesablauf gestört wird. Routinen sind für ihn lebenswichtig, denn er leidet am Asperger-Syndrom. Doch als er des Mordes verdächtigt wird, bricht die von seiner Mutter Emma mühsam erkämpfte Normalität zusammen. Alle Indizien sprechen gegen Jacob. Aber Emma nimmt den Kampf auf. Denn es geht um das Leben ihres Sohnes - und um die Rechte von Menschen, die "anders" sind.




Das Buch hat mich in zweierlei Hinsicht gefesselt. 

Zum Einen, die Geschichte an sich. Eine allein erziehende Mutter mit einem Sohn der das Asperger-Syndrom hat, das ja eine Form des Autismus ist und einen "normalen" Sohn, Theo. 
Jacob, der ältere der beiden Söhne mit der Behinderung hat ein Faible für Kriminalgeschichten und da kann es schon mal vorkommen, das das Zuhause auf einmal einem Tatort gleicht, in dem ein blutiger Mord passiert ist, wenn Emma nach hause kommt. Aber statt einen Schrecken zu bekommen, oder sich über die "blutige" Schweinerei aufzuregen, versucht sie den "Mord" zu lösen. Alles nur, um sich dann von Jacob den "wahren" Tathergang erklären zulassen. Das ist noch das leichteste in ihrem Alltag. 
Viel schlimmer kommt es immer wieder dann, wenn Jacob aus seiner kleinen Welt heraus geschleudert wird - und sei es auch nur, wenn wieder irgendetwas nicht da ist, wo es für ihn hingehört, oder noch schlimmer, wenn jemand was in seinem Zimmer verändert hat. Dann bekommt er Attacken, die Emma nur entgegenwirken kann, wenn sie in in schwere Decken einwickelt und sich noch selbst auf ihn legt, oder sich mit ihm in eine dunkle Ecke einsperrt. Immer und überall muss sie für ihren Sohn kämpfen. In der Schule bringt sie mit viel Energie und Hartnäckigkeit durch, das Jacob einige extra Privilegien bekommt, so das er einen eigenen Raum bekommt, wo er sich zurück ziehen kann, wenn er wieder mit einer Situation nicht fertig wird, oder damit er vom Lehrpersonal akzeptiert wird.
Alles in Emmas Alltag ist schwierig, denn sie muss ja auch alles andere in ihrem Leben ihrem Sohn Jacob anpassen - und dann ist da noch ihr anderer Sohn Theo, jünger als Jacob und normal, dem sie nicht immer gerecht werden kann und somit auch immer wieder ein schlechtes Gewissen deswegen hat.

Theo hat sich zwar damit abgefunden, das sein Bruder was "besonderes" ist und hat auch ganz automatisch die Rolle eines "großen" Bruders übernommen, versucht auch seine Mutter zu unterstützen wo er kann aber doch ist auch er ein Junge, der  - zumindest ab und zu - ein ganz normales Leben führen möchte.
Doch als Jacob nun auch noch als Mörder einer echten Tat verdächtig wird, ist nichts mehr so wie es war und das Chaos beginnt.

Chaos für Jacob, der aus seiner Welt gerissen wird, zu Anfang noch alles von seinem Verständnis aus toll findet, weil es eine Kriminalgeschichte ist, aber nicht versteht WIE ernst es ist und wie er sich immer weiter reinreißt.

Chaos für Emma, die mit allen Mitteln gegen die Justiz ankämpft, da Jacob nicht wie ein normaler Verdächtiger behandelt werden kann. Als Unterstützung hat sie da nur einen Anwalt, der eigentlich nur kleine Aufträge bis her angenommen hat und sich zu Anfang selbst überfordert fühlt - aber Emma kämpft sowohl um ihren Sohn, als auch darum, das der Anwalt sich selbst mehr zutraut, denn eine andere Unterstützung wird sie nicht bekommen.
Chaos für Theo, der miterleben muss, wie sein Bruder verhaftet wird und ins Gefängnis kommt. Der versucht seine Mutter zu helfen und doch in der Zeit nur sieht, wie alles an ihm vorbei zieht, da sich keiner um ihn kümmern kann.

Ja und zum anderen hat mich die Schreibweise gefesselt. Die Geschichte wird nicht nur aus einer Perspektive erzählt, sondern Emma, Theo, der Anwalt und auch Jacob erzählen die Geschichte abwechselnd aus ihrer Sicht. Aber dabei wird nicht einfach die Situation, in der sich gerade alle befinden, von jedem wiederholt, sondern weiter erzählt. So bekommt man von jedem mit, wie derjenige gerade fühlt und wie sein Verständnis die Situation aufnimmt und kommt so den Personen viel näher als es sonst der Fall sein würde.
Die Geschichte wird von allen immer weiter getragen und so weiß man als Leser wie jeder einzelne sich fühlt, denkt und die Situation versteht.

Bei allem weiß man aber bis zum Ende hin nicht, wer nun der Mörder ist und wie es zu dem Tod des Opfers gekommen ist. Auch ich hatte mehrere Verdachte und Gedanken zu den Verdächtigen, oder wie alles passiert sein konnte, doch immer wieder verunsicherte mich in der Richtung die Geschichte wieder und meine Gedanken gingen wieder in eine andere Richtung, ließen mich andere Möglichkeiten finden - und gerade das und dann die Geschichte um Emma und ihre kleine, wirklich anstrengende Welt macht das Ganze zu einem Komplettpaket, das mich so schon lange an keinem Buch mehr gefesselt hat.

Das liegt bestimmt auch daran, das die Autorin nicht nur einfach das Krankheitsbild aus Büchern sich erlesen hat, sondern auch mit autistischen Kindern und Jugendlichen beschäftigt hat und diese ihr erlaubten auch einiges aus ihrem Leben zu verwenden. Außerdem durfte sie ebenso Justizbeamte und Kriminaltechnikern über die Schulter schauen und hat noch viele andere Personen mit ins Boot geholt, die ihr die Umstände in allen Situationen näher bringen konnten.

Fazit:
Am Ende fehlt mir zwar ein klares Polizeiergebnis, aber nichtsdestotrotz eine klare Kaufempfehlung von mir für alle, die jetzt neugierig geworden sind!


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Meine Ausgabe mit Blick ins Buch 
In den Augen der anderen 
Ausgabe – Taschebuch 
Seiten - 682
ISBN - 978-3-404-16824-8
Erschienen - Juni 2013
Verlag -Bastei Lübbe


Kommentare:

  1. Deine rezi klingt richtig gut :-)
    Für so lange rezis habe ich mein gehirn nicht richtig bisher angestrengt :-) meine sind eher immer um einiges kürzer.
    Einen follower seid gerade eben hast du mehr :-)

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    1. Hi Nicole!
      Danke dir, aber alle meine Rezis sind auch nicht soooo lang. Ich brauch mein Hirn gar nicht anstrengen, im Gegenteil, ich muss es in so einem Fall immer bremsen, sonst würde die Rezis noch länger und keiner würde sie mehr lesen *lach* Von dem Buch war ich aber auch echt begeistert. Und danke für's Verfolgen. Ich schleich jetzt aber auch hinter dir her :D
      LG - Su

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  2. Das liest sich sehr interessant.
    Ich habe von Jodi Picoult bis jetzt erst ein Buch gelesen, Und dennoch ist es Liebe, aber das ist schon wieder 2 jahre glaube ich her.
    aber die Art zu Schreiben hat mir gefallen und nun habe ich ein Buch mehr auf der Wunschliste :-)
    Schöne Woche wünsche ich dir

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    1. Hallo Danny!
      Dies Buch war bei mir das erste, das ich von Jodi Picoult gelesen habe und wie gesagt, ich war begeistert. Da werd ich doch mal nach deinem Ausschau halten :)
      Dir auch eine schöne Woche!
      LG - Su

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**Alle Rechtschreibfehler sind volle Absicht! Zusammen ergeben sie eine geheime Nachricht mit der ich versuche, die Weltherrschaft an mich zu reißen…** ;-) Wen das nicht stört und mutig genug ist, der darf mir gerne einen Kommi dalassen. Ich freu mich! :o)